📜 Vom fürstlichen Fischerdorf zum Ostseebad
Die erste schriftliche Erwähnung von Rowy stammt aus dem Jahr 1282. Von Anbeginn war es eine Fischersiedlung, bewohnt von den Slowinzen — einem mit den Kaschuben verwandten Ostseevolk, dessen Kultur hier noch lange nach dem Mittelalter fortbestand. In den folgenden Jahrhunderten blieb die Siedlung eine kleine, selbstversorgende Gemeinschaft, deren Lebensrhythmus von saisonalen Fahrten aufs Meer, Stürmen und dem Räuchern von Fisch zum Verkauf bestimmt war.
Im 19. Jahrhundert wurde mit der Entwicklung der Seefahrt und dem Bedarf, den gefährlichen Küstenabschnitt zu sichern, hier ein Leuchtturm errichtet — er wurde 1838 in Betrieb genommen. Er wurde sofort zum Symbol des Ortes und dient den Seefahrern bis heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Rowy in die Grenzen Polens zurück und veränderte sich von den 1960er- und 1970er-Jahren an: An die Stelle der Fischerhütten traten Pensionen, Ferienhäuser und die ersten Erholungszentren, und der Sandstrand, die Wälder und die Nähe der Ostsee zogen Familie um Familie an.