Slowinzischer Nationalpark ab Rowy – Wanderdünen und Wildtiere
Von Rowy aus ist Europas größtes zusammenhängendes Wanderdünengebiet nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Wie Sie einen Ausflug zur Łącka-Düne planen und was es sonst noch im Słowiński-Nationalpark zu entdecken gibt.
Rowy liegt am westlichsten Rand des Nationalparks Słowiński – einem von 23 Nationalparks in Polen und einem von zwei Küstenparks. Der Park wurde gegründet, um ein einzigartiges System aus Küstenseen, Mooren, Sümpfen, Wiesen und Küstenwäldern sowie vor allem einen in Europa einzigartigen Wanderdünengürtel zu schützen. 1977 wurde das Gebiet in die UNESCO-Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.
Wandernde Sanddünen – ein Phänomen europäischen Ausmaßes
Die größte Attraktion des Parks sind die Wanderdünen. Es handelt sich um das größte Wanderdünengebiet auf dem europäischen Kontinent. Unter dem Einfluss des Windes wandern sie jährlich mehrere Meter, begraben den Wald und legen die Stämme uralter Bäume frei. Die bekannteste und höchste Düne ist die Łącka-Düne mit einer Höhe von etwa 40 Metern. Von ihrem Gipfel aus hat man einen Blick auf die Ostsee auf der einen und den Łebsko-See auf der anderen Seite. Ihren Namen verdankt sie dem ehemaligen Dorf Łączka, das vom Sand verschüttet wurde.
Küstenseen
Der Park ist berühmt für seine großen Küstenseen. Der Łebsko-See (ca. 7.140 ha) ist der drittgrößte See Polens und der größte Küstensee des Landes. Unweit von Rowy liegt der Gardno-See (ca. 2.469 ha), der durch eine Sandbank vom Meer getrennt und über den Fluss Łupawa mit der Ostsee verbunden ist. Im Gardno-See befindet sich Kamienna Wyspa (Steininsel), ein Naturschutzgebiet zum Schutz seltener Vogelarten.
Aussichtspunkte: Leuchtturm Rowokół und Czołpino
Um die Größe des Parks auf einen Blick zu erfassen, lohnt sich ein Aufstieg zum Aussichtsturm auf dem Berg Rowokół (ca. 115 Meter über dem Meeresspiegel) bei Smołdzino. Von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf die Seen Gardno und Łebsko, die Wanderdünen und das Meer. Ein weiterer hervorragender Aussichtspunkt ist der Leuchtturm Czołpino , der auf einer hohen, etwa 55 Meter hohen Düne, fernab jeglicher Bebauung, im Herzen des Parks zwischen Łeba und Rowy thront.
Wie man eine Reise plant
Der Eintritt in den Park ist während der Saison (auf ausgewählten Wegen) kostenpflichtig. Am besten besucht man die Dünen am Morgen oder späten Nachmittag, wenn die Sonne weniger stark scheint und der Sand kühler ist. Denken Sie an Wasser, einen Hut und bequeme Schuhe – die sandigen Abschnitte können anstrengend sein. Ein Besuch der Dünen lässt sich gut mit einem Spaziergang am Meer oder einem Ausflug zum Gardno-See verbinden. Die Parkverwaltung befindet sich in Smołdzino. Dort finden Sie auch praktische Informationen und ein Naturkundemuseum.
Die Nähe zu einem so wertvollen Naturschutzgebiet ist Rowys größter Vorteil. Hier lässt sich ein Badeurlaub ideal mit dem Erleben unberührter Natur verbinden.
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